Exkursionen

05.11. - 26.11.2016

Reise nach Namibia

Seit unserer 1. Exkursion im Jahre 2004 zieht es unsere Vereinsmitglieder immer wieder in das wunderschöne und mineralreiche Land im Süden Afrikas. Wir sind wieder unter der bewährten Führung von Nicole Grünert auf einer Safari von 5000 km mit 14 Teilnehmern in Namibia unterwegs. Wohl bewusst der Tatsache, dass die Fülle an Mineralien in ca. 20 Jahren abgenommen hat, aber:

  1. haben wir schon viel in unseren Sammlungen
  2. hatten wir noch so viel gefunden, dass wir es nicht tragen konnten und die Schätze per Schiff in die Heimat kommen mussten
  3. und schließlich haben wir nicht ständig den Kopf nach unten gesenkt, um Schätze zu finden.
Uns geht es mindestens gleichwertig um das fantastische Land am Atlantik mit seinen verschiedensten Völkern, den Wüsten, Pflanzen und Tieren in den Nationalparks Die Teilnehmerzahl war wieder auf 14 begrenzt, da Farmen, Lodg`s usw. oft nicht mehr Zimmer/Betten haben, aber auch die Tour nur mit 2 Fahrzeugen je 1+7 sinnvoll ist. Bei jeder Fahrt gibt es mehr Interessenten als freie Plätze. Deshalb kommen immer einige auf die „Warteliste“ für nächste Touren. Diesmal hatten wir 8 Namibia-Neulinge dabei. Schon vorab: Alle waren wieder begeistert und es gab fantastische Erlebnisse.
Hier einige Höhepunkte:
  • Hauptstadt Windhoek, mit Geologischem Museum, Mineralienkauf, Christuskirche, „Tintenpalast“ usw.
  • Namib Desert Lodge mit versteinerten Dünen + Tour in den Sonnenuntergang
  • Sossusvley mit den ältesten und höchsten Dünen der Welt. Dünenbesteigung und Mineraliensuche
  • Sesriem-Canyon – so etwas erwartet man hier nicht in der Wüste. Tief eingschnitten in die Felsen (Sedimente), eng, in vielen Formen und Farben. Er hat mich an den „Antelope-Canyon“ in Arizona/USA erinnert.
  • Hafenstadt Swakopmund – die deutscheste aller Städte in Namibia – Besichtigung der „Kristallgalerie“ mit einer Quarz-Kristall-Stufe von mehr als 14 to. Rundflug mit Kleinflugzeugen über Atlantik, Sossus-vley, Salzgewinnung, Walwis Bay usw.
  • Farm Albrechtshöhe mit den interessanten Onkolithen und Onkoiden. (versteinerte Cyanobakterien). Nach Anschliff sind es einmalige Sammlungsstücken geworden.
  • Minerale an der Spitzkoppe
  • Robbenkolonie Cape Cross – hier leben ca. 100.000 Cap - Pelzrobben auf engstem Raum
  • Skelettküste im Nordwesten Namibias mit Achatsuche
  • Steiner-Mine (Camp-Aussicht) mit Suche nach Dioptas, Malachit, Chrysokoll, u.v.a.m.
  • Kunene-River-Lodge an der Grenze nach Angola mit Krokodilen, Waranen, Affen und ….
  • Sodalith-Mine am Kunene. Hier gab es für jeden Sodalith, so viel er tragen konnte. Die Mine wurde von China betrieben und steht zum Verkauf.
  • Etoscha-Nationalpark – mit einer unheimlichen Vielfalt an Tieren (Elefanten, Giraffen, versch. Antilopen, Löwen usw.). Das größte Erlebnis war, wie ein Löwe eine Giraffe schlägt und teilweise „verspeist“. So was sieht man nicht alle Tage.
  • Tsumeb mit dem berühmten „De Wet Schacht“ und Mineralienmuseum
  • Hoba-Meteorit mit ca. 60 to größter Meteorit der Welt (Nickel/Eisen)
  • ein Tag mit den San („Buschmänner“). Erlebnisse von der Herstellung von Schmuck, über Gewinnung von Medizin bis zur Jagd mit Pfeil und Bogen. Wir hatten 43° C und nur 4 % Luftfeuchtigkeit – also extrem.
  • und schließlich haben wir noch eine „alte Freundin“ auf der Farm Krumnek besucht. Sie ist ca. 30 Jahre jung, Dipl. Biologin, und betreibt eine Rinder-Zuchtfarm, ca. 15.000 ha und auf über 700 m ü. NN. Eigentlich war es überall völlig trocken. Aber hier: Alles grünte und blühte. Ich hatte gesagt: „Der Garten Eden“. Der Urgroßvater von Meike hatte ca. 100 „Staudämme“ gebaut, die auch in trockenster Zeit immer eine Wasserversorgung garantieren. Schließlich konnten wir hier in einem trockenen Bachbett noch jede Menge Granate aufsammeln. Sie waren aus einem anstehenden Glimmerschiefer herausgewittert.
Und dann ging es mit einer Masse toller Eindrücke, vielen Kilo Minerale und mehr als 3000 Fotos wieder nach Hause – in das nasskalte Deutschland der Vorweihnachtszeit.

Wilfrid Sauer


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