Exkursionen

29.03.2014

Exkursion zu den Gipsen von Plieskendorf

Die Bezirksgruppe Ostsachsen des VFMG hatte am 29. März 2014 einen Tagebaubesuch in Plieskendorf organisiert. Die Ortslage gehört zu Calau und liegt einige Kilometer nördlich von Altdöbern, einem Ort, in dem man auf dem Rückweg Halt machen sollte, um sich in der Orangerie zu stärken oder dem Schlosspark einen Besuch abzustatten. Etwa 45 Interessierte, darunter ca. 15 Kinder, standen also erwartungsvoll am Parkplatz des Klinkerwerkes Buchwäldchen, einem Standort der Unternehmensgruppe „Wienerberger“ – bekannt für eine breite Produktpalette an Klinkern.

Nach den nötigen Erläuterungen durch die Chefin des Werkes marschierten alle erwartungsvoll weit hinein in den Tontagebau, in dem tertiäre sedimentäre Ablagerungen aufgeschlossen sind und abgebaut werden. Dieser ist bei Sammlern auch als nördlichstes Fundgebiet Lausitzer Achate bekannt, diese Zeit ist jedoch vorbei, denn die Kiesgewinnung ist eingestellt und heute wird nur noch Ton gewonnen. Deshalb also die Gipse… Begrenzt auf einen Bereich des riesigen Tagebaufeldes sind in den Ton größere Mengen auskristallisierter Gipse eingelagert. Einkristalle treten hier ebenso auf wie die verschiedensten Verwachsungen. Die Kristalle sind hell, teilweise klar, manchmal mit einem gelblichen Schimmer. Bereits an der Oberfläche lassen sich kleinere Kristallgruppen aussammeln, an größere – durchaus bis ca. 10 cm – muss man sich in ausdauernder Grabarbeit heranpirschen. Da knirscht es dann leider immer wieder mal und – das war mal ein Kristall…

Dennoch hat wohl jeder gute Funde mitnehmen können und so mancher Arm wurde beim Tragen der vollen Eimer etwas „länger“ auf dem langen Rückweg zum Parkplatz… Eine erfolgreiche Sammelexkursion bei bestem Wetter bleibt in Erinnerung. Nach dem noch aufwändigen Putzen der oft aus mehr Ton als Gips bestehenden Stücke gibt es noch manchen Aha-Effekt. Danke an die Sammlerfreunde, die den Tag organisiert haben und natürlich an die Chefin des Werkes, die für „Gips-Verrückte“ ein offenes Ohr und Zeit hatte.

Text und Fotos
Peter Hesse

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