Die Ausstellung „Schätze der Erde“ in der Energiefabrik / Bergbaumuseum Knappenrode bei Hoyerswerda

In der Kaue der ehemaligen Brikettfabrik gibt es auf einer Fläche von 100 m2 eine Ausstellung für Mineraliensammler, Freunde des Bergbaues und seiner Geschichte, für Paläontologen und Petrographen. Der Schwerpunkt wurde auf Exponate aus Ostsachsen gelegt.

Der Raum wurde weitgehend in dem Zustand erhalten, wie ihn die letzte Schicht 1994 hinterließ, auch mit der Arbeitskleidung der Bergleute an der Decke bzw. der Arbeiter der Brikettfabrik. Das Gebäude wurde 1914 bis1918 errichtet, seit dem 01.06.1994 steht es unter Denkmalschutz. Durch aktive Hilfe von Vereinsmitgliedern der VFMG BG Ostsachsen konnte die Ausstellung gestaltet werden und wird auch fortlaufend betreut durch:

  • Führungen und Vorträge in der Ausstellung
  • Umgestaltung von Vitrinen
  • Sonderausstellungen in einzelnen Vitrinen

Anlässlich der VFMG-Sommertagung wurde die Ausstellung am 19.09.1997 eröffnet. Inhaltliche Schwerpunkte der Ausstellung sind:

  • Bergmännisches Geleucht (Grubenlampen) von der antiken Keramik - Leuchte über verschiedenste „Frösche“ , Karbidlampen, bis zur heute üblichen Akku - Lampe. Selbst eine Hunte - Lampe und eine original gefahrene „Freiberger Blende“ gehören zu den mehr als 100 Exponaten auf diesem Gebiet.
  • Findlingsmaterial (Nordisches Geschiebe), roh und angeschliffen
  • Sammlung von Gesteinen, original aus Skandinavien, als Vergleichsmaterial für die Bestimmung von Findlingen aus den Tagebauen der Lausitz.
  • Fossilien aus dem Blätterton von Nochten, Wischgrund, Schönfeld I, sowie Mammut -Teile aus dem Tagebau Lohsa.
  • Bernsteine aus den Tagebauen der Lausitz
  • Verkieselte Hölzer
  • Raseneisenerz und „Ofensau“, Darstellung der Eisengewinnung mit Rennfeuer- Öfen.
  • Kaolingrube Caminau und ihre Mineralien.
  • Minerale aus dem Königshainer Granit, aus Freiberg, Klunst in Ebersbach, Horscha, Ebersbach bei Radeburg und von anderen Fundstellen.
  • Grauwackebruch Ossling
  • Minerale aus der ehemaligen Schwefelgrube bei Machow/ Polen.
  • Prachtstufen aus Rumänischen Bergwerken. Diese Fundstellen wurden durch unseren Verein mehrfach besucht.
  • Sonderausstellung „Kupferschiefer“ ab Januar 2011

Komplettiert wird die Ausstellung durch Großexponate von Mineralien und Gesteinen, die frei aufgestellt sind, also zum „Anfassen“.

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Vor dem Gebäude sind zwei gewichtige Lokalgeschiebe abgelegt. Diese stammen ursprünglich von einem gewaltigen Quarzgang im Granodiorit bei Caminau und wurden vom Eis der Elster- Kaltzeit abgerissen und nur wenig in Richtung Süden verschoben. Nach Abschmelzen des Eises wurden sie durch Sand und Wind stark angeschliffen. Der noch vorhandene Teil des Quarzganges wurde später durch Bauern der Umgebung als Baumaterial für Häuser und Scheunen abgebaut.

Die Ausstellung in Knappenrode ist etwas Besonderes. Selbst in der Ausstellung „Terra Mineralia“ in Freiberg kann man solche Exponate nicht sehen! Interessenten an nordischen Geschieben sei der „Geologische Lehrpfad“ am Silbersee empfohlen.

Wilfrid Sauer  / Fotos: Frank Sauer

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