Sachsen-Mineralien

Bezirksgruppe Ostsachsen der VFMG

Schlottwitz

10.10.2020

Schlottwitz, 10.10.2020 Heute trafen wir uns zu unserer letzten diesjährigen Sammelexkursion. Unser Weg führte uns nach Schlottwitz in das Tal der Müglitz. Dieser Ort ist durch seine reichhaltige und farbenfrohe Amethyst/Baryt/Achat-Gangvererzung weit über die Grenzen Sachsens bekannt. Die Gangmächtigkeit schwankt stark. Wo der Gang in das Flussbett der Müglitz eintritt, bildet er steile Klippen und Felsen. Dort sind Achatbrocken durch Eisenoxyd rot oder durch andere Eisenoxydverbindungen grün gefärbt. An dieser Stelle herrscht jedoch striktes Sammelverbot. Im Jahre 1979 wurde ein bereits schon 1950 aufgefahrener Stollen zur Uranerzerkundung sowie ein etwa 50 Meter bergwärts vorgetriebener Stollen auf der Suche nach Fluss- und Schwerspat in den Berg aufgefahren und danach wieder verwahrt. Anfang 1985 erfolgte ein Wiederaufbruch des talwärts gelegenen Stollen zur Achatgewinnung. Auch an anderen Stellen, wie u.a. am "Roten Felsen" und auch auf der östlichen Talseite, wurde im Zusammenhang der Erkundung nach Erzen Achat abgebaut. An unserem Treffpunkt angekommen wurden wir von Siegmar Thomas begrüßt, welcher uns zum Claim der Familie Thomas im Wald führte. Unterwegs hatten wir einige Beobachtungen von Feuersalamandern. Für uns „Flachlandtiroler“ eine nicht alltägliche Begegnung. An der Fundstelle konnte nach Lust und Kraft gegraben und geklopft werden. Mit vollen Taschen und Rucksäcken traten wir den Rückmarsch an. Da die meisten Quarzbrocken von einer dünnen Limonitschicht überzogen sind, wird sich die Qualität der Funde erst nach dem Trennen der Steine zeigen. Danach trafen wir uns in der Achatwerkstatt der Familie Thomas in Schlottwitz. Hier konnten die getätigten Funde gleich geschnitten werden. Da viele der Exkursionsteilnehmer keine eigene Möglichkeit zum Schneiden besitzen, wurde dieser Service gern angenommen. In der Schleifwerkstatt gab es ausgesprochen tolles Achatmaterial aus einer Lohnarbeit zu bestaunen. Achat-Schlottwitz Nach einem stärkenden Kaffee wagten sich einige Unerschrockene noch auf die frisch geackerten Felder bei Cunnersdorf, um nach Amethysten zu suchen. Leider blieben hier die Funde bescheiden, und so traten wir nach einer gemeinschaftlichen Begehung der Äcker wieder unsere Heimreise an. Ein besonderer Dank gilt der Familie Thomas, welche uns trotz der aktuell doch sehr komplizierten Zeit den Besuch ihres Achat- und Amethystclaims ermöglichte.

- Frank Sauer